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Die Geburt von Colin am 11.10.2007:
Um 8 Uhr hatten wir den Termin im Spital um die Geburt
einzuleiten. Martin hat frei genommen um
mich zu begleiten. Die Hebamme schloss mich zuerst an das CTG an
und untersuchte den
Muttermund. Da sich der Muttermund noch nicht viel mehr geöffnet
hatte und das
CTG keine Wehen anzeigte beschlossen mein Arzt und die Hebamme
die Geburt einzuleiten.
Die Hebamme führte also zur Einleitung eine Tablette in die
Scheide ein und meinte
dass es aber eine lange Wartezeit geben könne und wir uns dann
bei einem
Spaziergang die Zeit vertreiben könnten, wenn sie das Baby noch
eine
halbe Stunde über das CTG überwacht haben.
Die Hebamme verliess das Zimmer und wir warteten ab. Plötzlich
schlug
das CTG-Gerät Alarm und wir waren ganz verwirrt weil wir nicht
wussten was es zu bedeuten hatte. Also ging Martin raus zu der
Hebamme und meinte
das Gerät sei wohl kaputt. Doch dem war anscheinend nicht so,
sie rannte gleich umher, rief den Arzt an und eine Schwester zu
Hilfe. Sie spritze mir ein Medikament und der Alarm
ging aus. Als dann der Arzt kam erfuhren wir dass die Herztöne
des Baby's plötzlich
runtergefallen sind und sie nicht wüssten weshalb. Er meinte
dass jetzt wieder alles
gut sei, aber wenn es wieder passieren sollte, dann wolle er
einen Kaiserschnitt
machen um kein Risiko einzugehen.
Also warteten wir ab und hofften dass es zu keinem Kaiserschnitt
kommen würde.
Die Hebamme bereitete alles vor, falls wir dann doch in den OP
müssten.
Ca. 20 min. später war es dann wieder soweit und die Herztöne
vom Baby fielen wieder
runter. Die Hebamme benachrichtigte gleich den Arzt und der kam
sofort aus seiner Praxis
ins Spital. Sie brachten mich auch sogleich in den OP und
bereiteten alles notwendige vor.
Der Anestesist klärte mich über die Teilnarkose auf und wie sie
weiter vorgehen werden.
Vor der Spinalanestesie hatte ich wohl die grösste Angst doch
sie versicherten mir dass es nicht schlimm sei und so war
es auch, denn ich hatte beinahe nichts gespührt. Als dann alles
fertig vorbereitet war und abgedeckt, liessen sie auch Martin in
den OP, damit er bei mir sein konnte.
Es war ein eigenartiges Gefühl weil ich zwar keine Schmerzen
hatte aber spührte wie sie an mir "herumrüttelten". Nun kam auch
noch Dr. Studer (der Kinderarzt) und stellte sich hinter mich.
Als alles soweit bereit war drückte er von oben gegen meinen
Bauch um das Baby rauszuschieben und siehe da, Colin war
geboren!!! Er war noch ganz weiss und voll mit "Käseschmiere"
aber es schien im gut zu gehen. Sie brachten ihn dann gleich
nach nebenan um ihn zu untersuchen und Martin durfte dabei sein.
Soweit war alles in Ordnung mit dem Baby und der Arzt teilte mir
dann mit dass er die Nabelschnur um den Hals hatte und deshalb
die Herztöne so runtergefallen waren. Nachdem Colin
nochmals kurz bei mir im OP war, brachte
die Hebamme ihn zusammen mit Martin zurück auf die Station und
ich musste noch warten bis die Aerzte meine Wunde verschlossen
hatten.
Zurück auf der Station durfte ich dann gleich meinen kleinen
Schatz in die Arme nehmen
der von Papi frisch gebadet wurde. Ich konnte den Augenblick
jedoch nicht wirklich richtig geniessen da es mir nicht so gut
war und ich ein komisches Gefühl hatte da die Narkose noch
wirkte. Als die Narkose nachliess kam ich in mein Zimmer,
zusammen mit meinem süssen Sohn.
Es war ein aufregender und anstrengender Tag aber ich war
einfach froh dass Colin gesund und munter ist. Trotzdem waren es
gemichte Gefühle da ich mich auf eine natürliche
Geburt eingestellt hatte und nicht mit so was gerechnet hatte.
Etwa eine Stunde später kam dann der Kinderarzt zu mir und
meinte dass Colin einen Leistenbruch habe. Es sei nichts
schlimmes aber es müsse innerhalb der nächsten vier Wochen
operiert werden, damit es keine Schäden an der Hode gäbe.
Die folgenden zwei Tage waren sehr schwierig da ich grosse
Schmerzen hatte und noch gar nicht viel tun konnte. Ich
dachte immer wieder daran dass ich wohl kein zweites Kind mehr
möchte und so etwas nicht mehr durchmachen will.
Ab dem dritten Tag ging es mir dann viel besser doch mich plagte
bereits das Heimweh. Es war langweilig und deprimierend in
diesem Spital, obwohl alle sehr freundlich waren und Martin mich
zweimal pro Tag besuchte.
Am fünften Tag durfte ich dann mit meinem Schnügu nach Hause,
was eine riesige Erleichterung für mich war und mich endlich
aufatmen liess. |